





ARBEIT AM
TONFELD
Solange wir leben, möchten wir leiblich, mental und emotional berührt werden und berühren. Dies geschieht zum größten Teil durch das Ertasten unserer Umwelt, mittels unserer Haptik.
Die Neugier ist dabei unser Verbündeter.

Woher kommt die „Arbeit am Tonfeld“?
Heinz Deuser (Jg. 1944) entdeckte die haptischen Möglichkeiten in der Methode „Arbeit am Tonfeld“
und entwickelt sie seit 1972 stetig weiter. Von 1989 bis 2005 lehrte er als Professor an der Fachhochschule für Kunsttherapie in Nürtingen
und konnte seitdem Lerninstitute in verschiedenen Städten für seine Methode ins Leben rufen.
Außerdem ist Heinz Deuser Leiter des Institutes für Haptische Gestaltbildung in Hinterzarten.
Warum gerade Ton?
Es gibt viele Möglichkeiten unsere Haptik anzusprechen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Wahrnehmung.
Die Haptik ist naturgegebenen Gesetzen/Regeln unterworfen, die uns immer wieder im Alltag begegnen, was wir uns in der „Arbeit am Tonfeld“ zu Nutze machen.
Der Ton ist sehr vielseitig, er kann glatt oder rau sein, weich oder hart, fest oder flüssig, … Ton kann nach Belieben gestaltet werden, oder auch einfach auf seine Eigenschaften hin untersucht
werden. Mit ihm können Geschichten erzählt werden. Durch diese Vielseitigkeit bietet sich der Ton hervorragend an, um unsere Haptik auf vielerlei
Weise anzusprechen.
Und ich habe auch schon erlebt, wie ein Kind auf dem Tonfeld musiziert hat und somit dem Ton Töne entlocken konnte.


Wem kann die „Arbeit am Tonfeld“ helfen?
„Arbeit am Tonfeld“ ist ein unbewusstes Arbeiten an den jeweiligen, individuellen Entwicklungslücken.
Es ist ein Verarbeiten ohne jegliche Vorgaben, das als Erleben wahrgenommen wird, bei dem man genau das machen kann, wonach einem ist.
Der nächste Entwicklungsschritt kann mühelos erreicht werden. Auch Ängste und sogar Traumata
können gelöst werden. Sie können unbemerkt aufgearbeitet und somit eine eigene Lösung aus
sich herausgefunden werden.
Das alles geschieht zu einem selbst bestimmten Zeitpunkt mit dem eigenen Tempo des Kindes.
Die „Arbeit am Tonfeld“ kann Hilfe bei Verhinderungen und
Blockaden sein.

Weshalb kann jeder „Arbeit am Tonfeld“ machen?
In der Entwicklung eines Menschen
ist es natürlich, dass nicht alle Entwicklungsschritte vollkommen entfaltet sind. Da es unmöglich ist immer zum richtigen Zeitpunkt das komplette Angebot, was der jeweilige anstehende Entwicklungsschritt benötigt, zur Verfügung zu haben, gibt es kleine oder auch größere Entwicklungslücken.
Diese können bei der „Arbeit am Tonfeld“ wieder aufgefüllt werden.
Was wird am Tonfeld gemacht?
Das Kind bestimmt selbst, was in der jeweiligen Stunde passieren wird.
Es bestimmt das Thema / die Frage, die genau in diesem Moment,
genau für dieses Kind bearbeitet werden will.
Das geschieht ganz ohne Worte. Die Haptik hat ihre eigene klare und
direkte Sprache ohne Umwege.
Wieso „Arbeit am Tonfeld“?
Die „Arbeit am Tonfeld“ orientiert sich nicht an Defiziten.
Sie schaut nach dem, was schon alles vorhanden ist und nach dem,
was es braucht, um darauf aufzubauen. Die Entwicklungsbegleitung
wirkt achtsam und unterstützend darauf ein.
Welche Altersgruppe ist für die „Arbeit am Tonfeld“ geeignet?
Die „Arbeit am Tonfeld“ kann Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene ansprechen und ist daher für jedes Alter geeignet.
Wofür…
kann die „Arbeit am Tonfeld“
gut sein?
Offen und neugierig auf die Welt zuzugehen, das wollen alle Kinder. Das geht am besten, wenn man gut vorbereitet, der Rucksack gut gefüllt ist. Sobald etwas fehlt, kommt jeder ins Stocken. Der eine kommt besser als der andere damit zurecht. Doch dies lenkt immer wieder vom eigentlichen Ziel ab und schränkt das Kind ein. Die „Arbeit am Tonfeld“ kann den Rucksack wieder füllen. Die gewonnene Stäke und Zufriedenheit in sich selbst weckt erneut die Neugier auf die Welt. Der Horizont wird wieder weit und offen. Die Potentiale ihres Kindes können sich ungestört entfalten.
Wo… kann die „Arbeit am Tonfeld“ stattfinden?
Zum Beispiel.: in Schulen, Kindergärten, Kliniken, therapeutischen Praxen, Förderstätten, privaten Räumlichkeiten, …Überall dort, wo ein Ort zur Verfügung
Wie oft… findet eine Tonfeldeinheit statt?
Durchschnittlich beginnt man mit 10 Einheiten. Immer ausgehend von den Bedürfnissen ihres Kindes,können es mehr, aber auch weniger Stunden sein, die Ihr Kind benötigt.Termine können individuell vereinbart werden.
Welches… Setting braucht die „Arbeit am Tonfeld“?
In einer ruhigen und geborgenen Atmosphäre liegt auf einem Tisch ein Holzrahmen mit Boden, der mit Tonerde gefüllt ist, daneben eine Schale mit Wasser. Diese einfachen Bestandteile reichen aus, um den haptischen Sinn ihres Kindes anzusprechen und es somit zum freien Gestalten mit dem Material einzuladen. In der Einzelsitzung unterstütze ich ihr Kind bei seiner Arbeit, wobei es von mir meine volle Aufmerksamkeit bekommt. Die „Arbeit am Tonfeld“ ist eine zielführende professionelle Entwicklungsbegleitung.
Wie…lange dauert eine Tonfeldeinheit?
Je nach Alter und Ausdauer des Kindes zwischen 45 und 60 Minuten. Ihr Kind bestimmt die Dauer der Einheit, um seinen freien Impuls zu fördern und eine uneingeschränkte Entfaltung zu ermöglichen.
Womit…muss ich rechnen?
Die Kleidung kann nass und schmutzig werden. Wechselkleidung ist auch schon einmal nötig. Die „Arbeit am Tonfeld“ kann hungrig, durstig und müde machen. Kleine Kinder brauchen anschließend vielleicht einmal eine frische Windel.
Wer…bin ich?
Andrea Wachau, gelernte Keramikerin, ausgebildete Erzieherin und Entwicklungsbegleiterin in der Methode „Arbeit am Tonfeld“ mit Kindern und Jugendlichen. Zur Zeit in der Ausbildung zur Entwicklungsbegleiterin in der Methode „Arbeit am Tonfeld“ mit Erwachsenen.
TON
ZEIT & RAUM
Andrea Wachau
Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir.
Andrea Wachau
E-Mail: andreawachau@gmail.com
Tel.: 05141 485 553
Kosten: 90 Euro (60 Minuten)
Elterngespräche werden ebenfalls
in Rechnung gestellt.
